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ॐ Acid van Apes Blog
Auszüge des Albert H.
ॐ Acid van Ape | 01.03.2009
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Alle Anstrengungen meines Willen, den Zerfall der äußeren Welt und die Auflösung meines ICH aufzuhalten, schienen vergeblich. Ein Dämon war in mich eingedrungen und hatte von meinem Körper Besitz ergriffen... es hatte mich besiegt. ES gibt Erlebnisse, über die zu sprechen die meisten Menschen sich scheuen, weil sie nicht in die Alltagswirklichkeit passen und sich einer verstandsmäßigen Erklärung entziehen. Damit sind nicht besondere ereignisse in der Außenwelt gemeint, sondern vorgänge in unserem Inneren, die meistens als bloße Einbildung abgewärtet und aus der Erinnerund verdrängt werden. Das vertraute Bild der Umgebung erfährt plötzlich eine merkwürdige, beglückende oder erschreckende Verwandlung, erscheint in einem anderen Lich, bekommt eine besondereBedeutung. Ein solches Erlebnis kann uns nur wie ein Hauch berühren oder aber sich tief einprägen. Aus meiner Knabenzeit ist mir eine derartige Verzauberung ganz besonders lebendig in Erinnerung geblieben. Es war an einem Maimorgen. Das Jahr weiss ich nicht mehr, aber ich kann noch auf den Schritt genau angeben, an welcher Stelle des Waldweges auf dem Martinsberg oberhalb von baden (Schweiz) sie eintrat. Während ich durch den frisch ergrünten, von der morgensonne durchstrahlten, von Vogelgesang erfüllten Wald dahinschlenderte, erschien auf einmal alles in einem ungewöhnlich klaren Licht. Hatte ich vorher nie recht hingeschau, und sah ich jetzt plötzlich den Frühlingswald, wie er wirklich war? ER erstrahlte im Glanz einer eigenartig zu Herzen gehenden, sprechenden Schönheit, als ob er mich einbeziehen wollte in seine Herrlichkeit. Ein unbeschreibliches Glücksgefühl der Zugehörigkeit und seligen Geborgenheit durchströmte mich. Wie lange ich gebannt stehenblieb, weiß ich nicht, aber ich erinnere mich der Gedanken, die mich beschäftigen, als der verklärte Zustand langsam dahinschwand und ich weiterwanderte. Warum dauerte die beseligende Schau nicht weiter an, da sie doch eine durch unmittelbares tiefes Erleben überzeugende Wirklichkeit offentbart hatte. Und wie konnte ich, wozu mich meine überquellende Freude drängte, jemandem von meinem Erlebnis berichten, da ich doch sogleich spürte, daß ich keine Worte für das Geschaute fand? Es schien mir seltsam daß ich als Kind etwas so Wunderbares gesehen hatte, das ich Erwachsene offentsichtlich nicht bemerken, denn ich hatte sie nie davon reden hören.
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