Neu im Kino: Himmel und Hölle
Kino & DVD
17.02.2010
Kinogänger erwartet diese Woche ein ganz anderer Jackson, ein bei uns wenig bekannter Widerstandskämpfer und ein moderner Mad Max.
Seine letzte Regiearbeit war die technisch aufwendige und epische Neuverfilmung von "King Kong" (2005). Auch dem letzten Cineasten bekannt wurde er durch das Großereignis der "Herr der Ringe"-Triologie (2001-2003). Was kann man von so einem Regisseur als nächstes erwarten? Schon der Titel des neuen Jackson-Films, "In meinem Himmel", verrät: Hier geht es um einen vergleichsweise leisen Film.
Kleiner Film, ganz groß
"Ich war vierzehn, als ich am 6. Dezember 1973 ermordet wurde." Das ist der erste Satz aus der gleichnamigen Romanvorlage von Alice Sebold. Gesprochen wird er von der kleinen Susie Salmon (Saoirse Ronan), die mit ihrer Familie in einer typischen amerikanischen Kleinstadt lebt. Auf dem Weg nach Hause trifft sie in einem Kornfeld den freundlichen Nachbarn, der zu ihrem Mörder wird.
Doch Susie bleibt auf halbem Weg in den Himmel in einer Art Zwischenwelt, in der sie allerhand erlebt und von der aus sie die Suche nach ihrem Mörder lenkt.
Der Film glänzt mit beeindruckenden Bildern und Welten, einer hervorragenden Hauptdarstellerin und meisterhafter Dramaturgie, die bei der Entwicklung von Spannung mit dem großen Alfred Hitchcock mithalten kann. So ist "In meinem Himmel" ein ganz anderer Film von Jackson als die vorhergehenden, aber nicht weniger großes Kino.
Ein norwegischer Widerstandskämpfer
"Max Manus" heißt das Drama um den Titelhelden, der im norwegischen Widerstand gegen die Nazis kämpfte und deren Versorgungseinrichtungen sabotierte. So versenkte er mit seinen Komplizen die "Donau", ein deutsches Truppentransportschiff, mit dem bis dahin viele Juden für den Endtransport nach Auschwitz verschifft wurden.
Joachim Renning und Espen Sandberg ("Bandidas") drehten den authentischen Film, dem es auch nicht an Action fehlt, nach zwei autobiographischen Büchern von Max Manus.
Denzel Washington als Krieger in der Zerstörung
Eli (Denzel Washington) bringt ein Buch nach Westen. Diese seine Mission würde sich sicherlich als weit weniger schwierig herausstellen, müsste er sie nicht in einem zerstörten Amerika des Jahres 2044 durchführen, in dem kriegerische Banden um Wasser und Rohstoffe kämpfen. Nicht umsonst trägt Eli mehr Waffen als Kleider am Leib, die er bei Gegnern wie Carnegie (Gary Oldman) auch bitter nötig hat.
Wenig religiöse Zeitgenossen könnte das Ende des Films in unschöner Weise an "Stephen King's The Stand - Das letzte Gefecht" erinnern, wenn "The Book of Eli" in einer religiös motivierten Glaubensfrage gipfelt. Bis dahin allerdings bekommt der Zuschauer eine "brutale Endzeitvision in bester "Mad Max"-Manier" (TV Spielfilm).
(pb)
Kinogänger erwartet diese Woche ein ganz anderer Jackson, ein bei uns wenig bekannter Widerstandskämpfer und ein moderner Mad Max.
Seine letzte Regiearbeit war die technisch aufwendige und epische Neuverfilmung von "King Kong" (2005). Auch dem letzten Cineasten bekannt wurde er durch das Großereignis der "Herr der Ringe"-Triologie (2001-2003). Was kann man von so einem Regisseur als nächstes erwarten? Schon der Titel des neuen Jackson-Films, "In meinem Himmel", verrät: Hier geht es um einen vergleichsweise leisen Film.
Kleiner Film, ganz groß
"Ich war vierzehn, als ich am 6. Dezember 1973 ermordet wurde." Das ist der erste Satz aus der gleichnamigen Romanvorlage von Alice Sebold. Gesprochen wird er von der kleinen Susie Salmon (Saoirse Ronan), die mit ihrer Familie in einer typischen amerikanischen Kleinstadt lebt. Auf dem Weg nach Hause trifft sie in einem Kornfeld den freundlichen Nachbarn, der zu ihrem Mörder wird.
Doch Susie bleibt auf halbem Weg in den Himmel in einer Art Zwischenwelt, in der sie allerhand erlebt und von der aus sie die Suche nach ihrem Mörder lenkt.
Der Film glänzt mit beeindruckenden Bildern und Welten, einer hervorragenden Hauptdarstellerin und meisterhafter Dramaturgie, die bei der Entwicklung von Spannung mit dem großen Alfred Hitchcock mithalten kann. So ist "In meinem Himmel" ein ganz anderer Film von Jackson als die vorhergehenden, aber nicht weniger großes Kino.
Ein norwegischer Widerstandskämpfer
"Max Manus" heißt das Drama um den Titelhelden, der im norwegischen Widerstand gegen die Nazis kämpfte und deren Versorgungseinrichtungen sabotierte. So versenkte er mit seinen Komplizen die "Donau", ein deutsches Truppentransportschiff, mit dem bis dahin viele Juden für den Endtransport nach Auschwitz verschifft wurden.
Joachim Renning und Espen Sandberg ("Bandidas") drehten den authentischen Film, dem es auch nicht an Action fehlt, nach zwei autobiographischen Büchern von Max Manus.
Denzel Washington als Krieger in der Zerstörung
Eli (Denzel Washington) bringt ein Buch nach Westen. Diese seine Mission würde sich sicherlich als weit weniger schwierig herausstellen, müsste er sie nicht in einem zerstörten Amerika des Jahres 2044 durchführen, in dem kriegerische Banden um Wasser und Rohstoffe kämpfen. Nicht umsonst trägt Eli mehr Waffen als Kleider am Leib, die er bei Gegnern wie Carnegie (Gary Oldman) auch bitter nötig hat.
Wenig religiöse Zeitgenossen könnte das Ende des Films in unschöner Weise an "Stephen King's The Stand - Das letzte Gefecht" erinnern, wenn "The Book of Eli" in einer religiös motivierten Glaubensfrage gipfelt. Bis dahin allerdings bekommt der Zuschauer eine "brutale Endzeitvision in bester "Mad Max"-Manier" (TV Spielfilm).
(pb)
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