Datenschutz á la McDonald's: Geht das zu weit?

City- & Szenenews

City- & Szenenews
Foto anzeigen
© RAGMA IMAGES
07.03.2010

Subway und McDonald's fordern Angaben der privateren Art, wenn sie entscheiden, wer als Franchise-Nehmer für sie in Frage kommt: Wie steht's um die Beziehung, wann war der letzte Arztbesuch? Und der Spion fragt: Was denkt ihr darüber?

Ja, Vorsicht ist besser als Nachsicht. Doch hier stellt sich die Frage: Wie weit darf man in Sachen Sicherheit gehen?

Möchte man Franchise-Nehmer von McDonald's oder Subway werden, muss man sich auf Fragen einstellen, die weit über das Oberflächliche hinausgehen. Die Schnellrestaurantketten verlangen eine lückenlose Selbstauskunft - von der politischen Gesinnung bis hin zum Beziehungsstatus.

Subway geht auf's Ganze und erstellt einen Prüfbericht: Ist der Geschäftspartner "in Einklang mit den Anti-Terror-Gesetzen"? Stimmt er dem "USA Patriot Act" zu? War er jemals direkt oder indirekt an terroristischen Aktivitäten beteiligt? Darüber hinaus eröffnet dieser Bericht dem Restaurant detaillierte Informationen über "Charakter", "Lebensweise" und sogar "Beziehungen".

Auch McDonald's interessiert sich sehr für das Liebesleben ihrer möglichen Partner und fordert Auskunft über nichteheliche Beziehungen. "Körperliche Leiden"? "Datum und Anlass der letzten ärztlichen Untersuchung"? Bitte aufschreiben!

Darf man das?

Moritz Karg, Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein, erklärt die obskure Vorgehensweise der Schnellrestaurants laut dem Spiegel "aus datenschutzrechtlicher Sicht für unzulässig". McDonalds behauptet, auf diese Weise prüfen zu können, "ob ein Bewerber für so eine weitreichende Geschäftsbeziehung wie einen Franchise-Vertrag in Betracht kommt"; Subway hingegen schweigt auf ganzer Linie.

Jetzt seid ihr gefragt. Ist in der derzeitigen Wirtschaftslage alles erlaubt - oder muss es auch für Größen wie McDonald's Grenzen geben? Macht mit bei unserer Umfrage.

(nm)
weitere Nachrichten aus der Kategorie „City- & Szenenews“:
Die Trägodie der Loveparade schlägt hohe Wellen - auch in Rostock. Nachdem bereits die Warnow-Tunnel-Party abgesagt wurde, muss sich auch die Hanse Sail akribischen Untersuchungen unterziehen. » mehr lesen
Seit Mitte März hatte Jörg Kachelmann wegen angeblicher Vergewaltigung in U-Haft gesessen. Jetzt hat das Oberlandesgericht Karlsruhe den Haftbefehl gegen den Meteorologen aufgehoben. » mehr lesen
Das Verkehrsministerium in Schwerin hat die Genehmigung für die Techno-Party im Warnowtunnel in Rostock zurückgezogen. Eine Reaktion auf die Tragödie, die sich bei der Loveparade in Duisburg abspielte. » mehr lesen
Zufallsprofil
Profil:
jiane38
Ort:
rostock
letzte Aktion:
vor 1 Tag
Freunde:
15

Infos
Sex ohne Liebe ist wie Grillen ohne Kohle...
Welche Stadt gefällt euch besser - Hamburg, Berlin oder München?