"Die perfekte Erinnerung an Amy Winehouse"

© dutourdumonde / Shutterstock.com
02.08.2011

Vor über einer Woche starb Amy Winehouse - doch musikalisch lebt sie fort. Und zwar wie nie zuvor. Nicht nur in England stürmen die Songs der Sängerin jetzt die Charts - und vielleicht auch die Kinoleinwände.

Das Album "Back to Black" aus dem Jahr 2006, mit dem ihr damals der Durchbruch gelang, schoss an die Spitze der britischen Albumcharts. Vier Plätze später gefolgt von "Frank", dem Debüt-Album der Sängerin, entstanden im Jahr 2003. Eine Box, die beide Alben beinhaltet, besetzt Platz 10. Fünf ihrer Songs setzten sich unter den ersten 40 Plätzen der britischen Singlecharts fest. Posthum ein absoluter
Rekord für die kürzlich verstorbene Soul-Sängerin Amy Jade Winehouse.

Nie zuvor kauften die Briten so viele Platten der Sängerin wie in der Woche nach ihrem Tod: Wie ein Sprecher der Plattenfirma HMV laut der Süddeutschen erklärt, sei die Nachfrage so groß gewesen, dass CDs nachproduziert werden mussten. Ein Erfolg, der sich nicht ausschließlich auf England beschränkt: "Back to Black" schoss dem Hamburger Abendblatt zufolge ebenso in den USA, Frankreich und Deutschland an die Spitze der iTunes-Charts. Ein Erfolg, mit dem sich Winehouse neben Legenden wie John Lennon und Michael Jackson einreiht, deren Musik ebenso kurz nach deren Tod die Spitze der Charts erklomm (der Spion berichtete).

Tribut in Form eines "James Bond"-Soundtracks?

Überdies soll die Soul-Sängerin, das berichtet der Focus, manche nie fertiggestellte Songs hinterlassen haben. So verrät Chris Goodman, ihr Sprecher, dass es viel unveröffentlichtes Material gebe - das Gerüst für ungefähr ein Dutzend Songs, wie es zudem ein Sprecher von Winehouse Plattenfirma Universal bezeichnet. Aller-
dings sei noch nicht diskutiert worden, ob dieses auch auf den Markt kommen soll.

Demgegenüber wird, wie die Gala berichtet, darüber spekuliert, einen dieser von Winehouse geschriebenen und eingesungenen Songs für den nächsten "James Bond"-Film zu verwenden - darauf soll die Sängerin während der Arbeit an diesen Stücken selbst gehofft haben. Mit Freund und Produzent Mark Ronson, mit dem sie bereits erfolgreich "Valerie" zutage gefördert hatte, nahm Winehouse im Jahr 2008 den Song "Mission of Solace" auf - ebenfalls in der Hoffnung, dass dies der Soundtrack für "Ein Quantum Trost" werden würde. Aufgrund der Alkohol- und Drogeneskapaden der Sängerin hatten die Verantwortlichen dies jedoch abgelehnt.

"Sie hat wirklich daran gearbeitet und den Text eingesungen und die Gitarre und das Schlagzeug darübergelegt. Es würde nicht viel Aufwand benötigen, um ihn fertig-
zustellen und ein fertiges Produkt zu haben", spricht sich nun ein Informant für diese Idee aus. "Was für eine Art, sie in Erinnerung zu behalten. Wir wollen, dass sie wegen ihres Talents und nicht wegen ihrer Abhängigkeit in Erinnerung bleibt. Einen der Songs im nächsten Film zu verwenden, wäre die perfekte Erinnerung an sie."

Woran starb die Ausnahmesängerin?

Am 23. Juli wurde Amy Winehouse tot in ihrer Wohnung in Camden, London, aufgefunden. Warum sie im Alter von 27 Jahren starb, ist bislang noch unklar. Die Untersuchungen werden laut der Polizei noch mehrere Wochen andauern - Spekulationen über eine Überdosis, nachdem die Sängerin seit Jahren mit Drogen- und Alkoholproblemen zu kämpfen hatte, zunächst ausgeklammert.

Spekulationen, denen ihr Vater Mitch entschieden entgegentritt. Bei der Beisetzung am Dienstag hatte dieser betont, dass seine Tochter keine Drogen mehr genomm-
en habe. Jetzt wolle er sich im Kampf gegen Kriminalität und Drogen stark machen - so sprach er sich laut der Süddeutschen kürzlich bei einem Auftritt im britischen Parlament mitunter für eine Erhöhung der Mittel für Drogen-Entzugsprogramme aus. 'Ich will mich für Dinge einsetzen, die Amy wichtig gewesen wären."

(nm)
9
Kommentare insgesamt

Da V.
02.08.2011 11:49
Gast
Spekulationen, denen ihr Vater Mitch entschieden entgegentritt. Bei der Beisetzung am Dienstag hatte dieser betont, dass seine Tochter keine Drogen mehr genomm-
en habe.


ja nee iss klar... bei ihrem letzten auftritt am 20.07. sah sie auch total clean aus wem bringt es was sich sowas einzureden?

Sebastian O.
02.08.2011 12:22
reg. Mitglied
Naja das ist ja eine Sache, aber auf den Grabstein dann auch noch Cheers! (Prost) zu schreiben ist doch ziemlich Makaber

Shawn Harper
02.08.2011 20:12
reg. Mitglied
Auf den Bild fehlt noch die Crackpfeife! Sonst perfekt

Born
02.08.2011 20:21
reg. Mitglied
Der Alte ist ähnlich drauf wie der Jackson Clan nach dessem Tod!
Traurig hat seine Tochter vor sich hin vegetieren lassen und macht jetzt noch Kohle mit ihrem Tod!!

KrispyKreme
02.08.2011 20:50
Gast
Why Microsoft Was Right To Cash In On Amy Winehouse's Death

Read more: http://www.businessinsider.co...011-7#ixzz1TtncUKKZ


KrispyKreme
02.08.2011 20:53
Gast
Microsoft got in hot water over a tweet after singer Amy Winehouse's death, offering to download her songs on Zune. Microsoft had to apologize.

They shouldn't have. It was totally fine of them to do this.
Why?

Because when a famous singer dies, people want to download their songs.
Microsoft wasn't using her death to try to gin up demand, it was trying to satisfy existing demand.
If you like Amy Winehouse and are sad that she's dead and want to buy her music that you don't already own, there's nothing inappropriate about that.

While the Microsoft controversy was going on, Winehouse was topping the iTunes charts. Which means people -- her fans -- wanted to download her songs. And there are services that help you do that! And it makes life more convenient for them to know about these services and use them!

After Michael Jackson's death, the concert documentary movie This Is It became the highest grossing such movie ever. Why? Because people were sad that Michael Jackson was dead, and they wanted to see a movie about him. And there is nothing wrong with that!

Now, obviously there are tacky ways to promote these things. (And the tweet wasn't particularly tacky.) But our entire modern civilization is based on the idea that people satisfy other people's demand for goods and services in exchange for money. And a tweet is a tweet.

Imagine the reverse: imagine that whenever a musician died, all the record stores, from Virgin to iTunes to Zune, stopped selling any music or any merchandise related to that musician for an appropriate (how long?) mourning period. Not only would this make no sense, fans would be furious! Because it's fans who want to buy that music and that merchandise.

Born
03.08.2011 16:18
reg. Mitglied
Kann mir das bitte einer übersetzen...wäre lieb!!

Ben G.
03.08.2011 21:43
reg. Mitglied
Egal wie sie war. Ich mag die Musik.Hinterher ist immer alles so oder so.
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