Nach Erdbeben und Tsunami: Atomkatastrophe in Japan

Nach der Explosion trat Radioaktivität aus, die Umgebung wurde evakuiert
12.03.2011

In Japan ist es nach dem verheerenden Beben und den folgenden Tsunami zur dritten Katastrophe gekommen. Das Atomkraftwerk Fukushima überstand die Beschädigungen des Bebens nicht und explodierte. Es kam zum GAU: Einer Kernschmelze - Radioaktivität tritt aus. Jetzt droht ein weiteres Tschernobyl

Durch das Erdbeben vor der japanischen Küste fielen in mehreren Atomanlagen des Landes die Kühlanlagen vollständig aus. Die Folge: Unkontrollierte Kernreaktionen und Kernschmelze, die im schlimmsten Fall zur Reaktorexplosion führt. Die ganze Nacht haben Rettungskräfte und Ingenieure versucht, den Reaktor in Fukushima wieder unter Kontrolle zu bringen - vergebens. Bereits kurz nach Mitternacht wurden im Reaktorgebäude tausendfach überschrittene Radioaktivitätswerte gemessen. Am frühen Morgen mitteleuropäischer Zeit dann die Gewissheit: Eine Explosion reißt die Hülle des Reaktors in Stücke und legt das Reaktorgebäude in Schutt und Asche. Über die Anzahl der Toten und Verletzten ist bis jetzt nichts bekannt. Die japanischen Behörden geben an, dass die Messungen über die radioaktive Belastung für Menschen und Umwelt derzeit laufen.

Atomkraftwerke in Japan bis Erdbebenstärke 8,25 geschützt

Was war passiert? Durch die ausgefallenen Kühlsysteme sind vorübergehend die Notaggregate angesprungen, die einen Ausfall für mehrere Stunden kompensieren können. Da in Japan jedoch flächendeckend der Strom ausgefallen ist und die Notaggregate nur zeitlich begrenzt einsetzbar sind, sank die Kühlflüssigkeit im Reaktor und die Kernstäbe lagen ungeschützt frei. Dies führte zu einer extremem Erhitzung, darauf zur Kernschmelze und schließlich zur atomaren Explosion.

Das AKW Fukushima gehört zu einer der älteren Anlagen Japans, welches als rohstoffarmes Land fast ausschließlich auf Kernenergie setzt. Ob durch diesen Unfall ein Umdenken in der weltweiten Energiepolitik geschieht, ist bisher noch ungeklärt. Fest steht: japanische AKW gehören zu den sichersten Anlagen der Welt, sie halten Erdbeben bis zu einer Stärke von 8,25 auf der Richterskala stand. Doch all diese Technologie genügte heute nicht, um das Schlimmste zu verhindern.

383
Kommentare insgesamt

Astra D.
12.03.2011 11:45
reg. Mitglied
.. und lernt der Mensch daraus? Neeeeein...

André G.
12.03.2011 11:59
reg. Mitglied
Ich hoffe das die dinger hochfliegen, die japaner sich aber alle in sicherheit bringen können. Evtl wird dann mal weltweit von dieser technologie abstand genommen. Gibt genügend Alternativen zum AKW.

Das wäre dann der 3. Atomvorfall in Japan.

Nicklass
12.03.2011 12:35
Gast
achja??? welche alternativen hat denn japan???

Norman K.
12.03.2011 12:47
Gast
Offshore Windanlagen, da Japan nun mal direkt im Wasser liegt und der Wind dort recht konstant und stark ist. Oder Geothermik, da man dort nicht allzu tief bohren müsste um warme Stellen zu finden. Zum Beispiel!

Herr R aus H An der E und an der A
12.03.2011 12:48
reg. Mitglied
Naja, sie könnten Ihre Küsten mit Windkraftanlagen vollpflastern, oder alternativ nen "Photovoltaikregenschirm" über ihre Inseln spannen... ^^

Da sie keine Rohstoffnation sind haben Sie keine wirkliche Alternative...

Nicklass
12.03.2011 12:49
Gast
offshore windanlagen werden kaum den bedarf der japaner decken!

Nicklass
12.03.2011 12:50
Gast
richtig herr R...sie haben keine wirkliche alternative

Norman K.
12.03.2011 12:57
Gast
AKW über Erdspalten zu bauen ist aber auch keine wirkliche. Was da rauskommt sehen wir ja.

Robert F.
12.03.2011 13:01
reg. Mitglied
Lassen wir uns überraschen was letzten Endes passiert.
Erstaunlich nur wieviele sich über die AKW-Problematik in Japan
aufregen und es dagegen keine Sau kümmert das
der Abfall durch/in unsere Vorgärten gekarrt und abgeladen wird.

Re b.
12.03.2011 13:05
Gast
@ Andre´ G. wie kann man sich nur wünschen das die Kraftwerke hochgehen auch wenn sich die Menschen in Sicherheit bringen könnten wäre in diesem Fall die Gegen verseucht als ob das ne alternative ist. Einige denken echt nicht mit bis zum Schluss
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