Kinderschutz-ABC: N wie Notruf

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© Kinderschutz-ABC / Bündnis Kinderschutz MV, Start GmbH
15.12.2011

Wöchentlich veröffentlicht der Spion einen Beitrag aus dem Kinderschutz-ABC. Heute: N wie Notruf.


Schnelle Hilfe in Notsituationen

Der "Notruf" eines Kindes kommt meistens versteckt. Wenn Kinder Gewalt und Vernachlässigung erleben, schweigen sie oft aus Scham oder Angst. Gerade wenn Kinder klein sind, wenn sie Zuwendung dringend brauchen, sich nicht selbst wehren können, sind sie am meisten gefährdet. Jeder Einzelne - von der Nachbarin bis zum Schulbusfahrer - ist deshalb aufgefordert, genau hinzusehen und einzuschreiten, wenn er Hinweise beobachtet, dass ein Kind misshandelt oder vernachlässigt wird (Erkennen von Kindeswohlgefährdung).

Besser einmal zu viel als einmal zu wenig

Für akute Not- oder Konfliktsituationen gibt es in Deutschland bundesweit einheitliche Notrufnummern für Polizei (110) und Feuerwehr (112), die rund um die Uhr erreichbar sind. Beide Notrufe sind miteinander verbunden und koordinieren als Leitstelle weitere Hilfsdienste. Damit ist gewährleistet, dass die notwendige Hilfe schnell am Notfallort ist. Über diese Nummern können Bürger Unterstützung anfordern, wenn ein Kind in Gefahr ist.

Nicht immer ist es jedoch notwendig, dass sofort eingeschritten wird. Manchmal sind sich die Betroffenen auch unsicher, ob sie mit ihrer Beobachtung richtig liegen und wie sie angemessen reagieren können. Ina Rieck von der Start Beratungsgesellschaft rät besorgten Bürgern, dann nicht zu zögern, die Nummer eines Kinderschutznotrufs zu wählen: "Besser einmal zu viel als einmal zu wenig. Die Mitarbeiter sind darin geschult, die gemeldete Gefährdungssituation einzuschätzen und leiten, wenn nötig, weitere Maßnahmen ein."

Notrufnummern für Kinder

Notrufnummern bieten anonyme Beratung und geben Hinweise zur »Ersten Hilfe". Viele Angebote haben sich auf bestimmte Themenfelder spezialisiert. Neben Kinderschutz sind Suchtprobleme, seelische Krisen oder Mobbing nur einige Beispiele (Opferschutz und -hilfe).

Es gibt auch Hotlines, die besonders auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in Notsituationen eingehen. Sie helfen unter anderem bei sexuellem Missbrauch oder Angst vor den Schulzeugnissen (Ansprechpartner für Kinder). Einige dieser Notrufe sind 24 Stunden erreichbar, bei anderen gibt es regelmäßige Telefonsprechzeiten. Kompetente und anonyme Beratung zu allen Fragen des Alltags bietet auch die Telefonseelsorge. Dort können Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche anrufen und sich auch online beraten lassen.

Weitere Informationen

Adressen von Kinder- und Jugendnotdiensten, Erziehungs- und Familienberatungs-
stellen oder Jugendämtern sowie weitere Informationen sind auf der Kinderschutz-Landkarte des Bündnis Kinderschutz Mecklenburg-Vorpommern zu finden.

(nm) / Kinderschutz-ABC / Bündnis Kinderschutz MV, Start GmbH
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