Konservative Filme sind die erfolgreichsten

Captain America: Vom Patriot zum gefeierten US-Held (Foto: marvel.com)
13.02.2012

Die amerikanische Filmreview-Seite Movieguide sieht sich bestätigt: Ihrer Meinung nach sind Filme, die konservative Werte vermitteln, die erfolgreichsten.

Wer in Hollywood großes Geld machen will, sollte besser dafür sorgen, dass seine Filmproduktionen eine gehörige Portion Patriotismus aufweisen, konservative Werte vertreten und keinesfalls den christlichen Glauben untergraben. Diese Empfehlung stammt aus dem aktuellen Jahresbericht der US-amerikanischen Filmreview-Seite Movieguide. Demnach finden sich in der Top-10-Liste der erfolgreichsten Kino-Blockbuster des Jahres 2011 insgesamt sieben Streifen, die dem konservativen "Idealbild" entsprechen.

"Dass Filme, die besonders konservative oder patriotische Inhalte transportieren, an den Kinokassen besser abschneiden, kann ich aus meiner Sicht nicht bestätigen", meint Stefan Gehrke, Redakteur bei der Fachzeitschrift der deutschen Filmwirtschaft filmecho, gegenüber pressetext. So habe sich etwa die aufwendige Oliver-Stone-Produktion "World Trade Center", die im Herbst 2006 in die Kinos kam und die Terroranschläge des 11. September 2001 behandelte, als Flop erwiesen. "Bei vielen Filmen ist es im Nachhinein gar nicht möglich, bestimmte Erfolgsfaktoren herauszufiltern", betont Gehrke.

Das Gute gegen das Böse

"Die meisten Kinobesucher wollen, dass das Gute das Böse besiegt, die Wahrheit über die Lüge triumphiert, sich Recht gegen Unrecht durchsetzt und wahre Schönheit die Hässlichkeit überwindet", zitiert das US-Branchenblatt The Hollywood Reporter eine Passage aus dem Movieguide-Bericht, für die der Portalgründer Ted Baehr verantwortlich zeichnet. Die Webseite, die sich selbst als "christlicher Familienratgeber für Filme und Entertainment" bezeichnet, wird dabei nicht müde darauf hinzuweisen, dass mit "das Gute" Patriotismus bzw. das Eintreten für amerikanische Werte gemeint ist.

Um zu belegen, dass konservative Filme ihren liberaleren Pendants an den Kinokassen deutlich überlegen sind, verweist das Review-Protal auf eine eindeutige Statistik: So konnte Movieguide 2011 insgesamt 91 Filme als "konservativ" identifizieren. Diese haben im Durchschnitt jeweils 59 Millionen Dollar eingespielt. Demgegenüber stehen 105 als "liberal" klassifizierte Streifen, die im Schnitt lediglich rund elf Millionen Dollar erwirtschaftet haben, heißt es in dem Bericht.

Awards für "gute" Filme

Um die eigene Auffassung in Bezug auf einen "guten" Film auch stärker in der Öffentlichkeit zu verankern, vergibt Movieguide sogar eigene Auszeichnungen, die sogenannten "Faith & Freedom Awards". Diese wurden am Freitag im Rahmen einer feierlichen Award-Zeremonie im Universal Hilton Hotel in Los Angeles an TV- und Filmproduktionen vergeben, die "Amerika, Patriotismus, Freiheit, freie Marktwirtschaft und limitierte staatliche Führung anpreisen und feiern". "Wir haben diese Preisverleihung initiiert, um Filmemacher zum Aufgreifen von Themen zu ermutigen, die alljene Werte ehren, die Amerika groß gemacht haben", so Baehr.

(pte/pb)

1
Kommentar insgesamt

Sebastian R.
19.02.2012 09:55
reg. Mitglied
Ich nenne das Teufelskreis!
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