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Bewährungsstrafe für Mutter nach Kindesmisshandlung
37, Schwerin
Schwerin.
Das Amtsgericht Schwerin hat eine 22-jährige Mutter wegen Verletzung der Fürsorgepflicht zu einer Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt. Sie habe zugelassen, dass ihr Lebensgefährte ihre kleine Tochter schwer misshandelte, urteilten die Richter. Das damals zweijährige Kind war im Januar 2009 bewusstlos mit Kopfverletzungen und Blutergüssen in eine Klinik eingeliefert worden. Laut Gutachter waren dem Mädchen über eine Woche hinweg die schweren Verletzungen zugefügt worden. Das Urteil ist rechtskräftig. Gegen den Lebensgefährten, der nicht leiblicher Vater des Kindes ist, soll in Kürze Anklage erhoben werden. (dpa)
10.05.2011 - 19:42 Uhr
37, Schwerin
Neuer Fall von Kindesmisshandlung in Mecklenburg-Vorpommern
Die Serie schwerer Kindesmisshandlungen in Deutschland reißt nicht ab: Laut Polizei hat eine 20-jährige Mutter in Greifswald ihren dreieinhalb Monate alten Sohn so schwer geschlagen, dass dieser einen Schädelbruch erlitt.
Die aus Papenburg in Niedersachsen stammende Frau wurde Mitte Dezember in ein psychiatrisches Krankenhaus eingeliefert. Die Frau gestand die Tat nach Angaben der Polizei und sagte aus, sie sei überfordert gewesen. In der vergangenen Woche waren in mehreren deutschen Städten Säuglinge tot aufgefunden worden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will den Kindesschutz zu einem Schwerpunkt der nächsten Ministerpräsidenten-Konferenz im Dezember machen.

Wie die Polizeidirektion in Anklam weiter mitteilte, sagte die Frau aus, ihren Sohn am Freitag mehrfach mit der Faust auf den Kopf geschlagen zu haben. Einer Ärztin habe sie zuvor erzählt, sie sei mit dem Kind auf dem Arm in der Wohnung gestürzt. Da die schweren Verletzungen so jedoch nicht zu erklären gewesen seien, habe die Klinik einen Rechtsmediziner eingeschaltet. Dieser habe den Verdacht der Kindesmisshandlung bestätigt. Der Junge erlitt demnach einen Schädelbruch und muss mindestens eine Woche lang im Universitätsklinikum Greifswald behandelt werden. Er wies zudem Blutergüsse an Armen und Po auf.

Die in Papenburg lebende Frau war zur Tatzeit mit ihrem Kind zu Besuch bei ihrer Mutter in Greifswald. Die Großmutter des Jungen hatte laut Polizei nach einem ähnlichen Vorfall vor etwa zwei Monaten auf Vermittlung des Jugendamts in Papenburg das Aufenthaltsbestimmungsrecht beantragt. Nach der neuerlichen Vernehmung im Zusammenhang mit der Misshandlung am vergangenen Freitag ging die Polizei in Anklam von „verminderter Schuldfähigkeit“ aus.

In Berlin und im thüringischen Nordhausen wurden am vergangenen Donnerstag zwei tote Babys gefunden. Laut Generalstaatsanwaltschaft verdurstete ein sechs Wochen altes Mädchen in der Hauptstadt, nachdem die Mutter zuvor wahrscheinlich an einer Überdosis Drogen gestorben war. In Nordhausen hatte sich die 27-jährige Mutter laut Polizei bei einer Selbsthilfegruppe in Hamburg gemeldet und angegeben, dass sie entbunden habe und das Kind nun wahrscheinlich tot sei.
10.05.2011 - 20:08 Uhr
37, Schwerin
Für Entsetzen hatte zuvor der Tod von fünf Kindern im schleswig-holsteinischen Darry und der Fund von drei Babyleichen im sächsischen Plauen gesorgt. Für die von ihrer psychisch kranken Mutter getöteten fünf Jungen aus Darry fand am Sonntag im benachbarten Lütjenburg eine bewegende Trauerfeier statt.

Ein Sprecher Merkels kündigte am Freitag an, die Bundeskanzlerin wolle die Themen Kindeswohl und Kindesschutz auf der nächsten Konferenz der Ministerpräsidenten am 19. Dezember behandeln. An der Konferenz sollten demnach auch die Fachminister der Bundesregierung teilnehmen.
10.05.2011 - 20:09 Uhr