Freunde und Singles in Mecklenburg-Vorpommern

Ein Blatt im Wind
42, Rostock
Schade, wie die Zeit verfällt,
in der ich Leben in mich aufgesaugt.
Nicht lange war ich auf der Welt,
bin nun verfärbt und ausgelaugt.

Stolz ragte ich einst hoch empor
der Sonne stets entgegen.
Bis ich die Lebenskraft verlor,
das hat sich so ergeben.

Als kleiner Sproß einst ich geboren
weit oben in der Krone.
Das Glück hatte mich bald auserkoren,
jetzt leb ich gänzlich ohne.

Denn wo die schwarze Seele wohnt
löscht der Winter leis die Farben.
Es scheint kein Licht am Horizont.
vom Blattgerüst verbleiben Narben.

Der Sturm peischt ruhelos mir ins Gesicht
und zeigt mir bald, was mir bestimmt.
Bleiben kann ich sicher nicht
ich bin halt nur ein Blatt im Wind.
12.12.2010 - 1:58 Uhr