Die Wikinger waren wie die Stammesverwandten Germanen, Heiden. Sie verehrten Gottheiten wie Odin, Frigg, Thor, Freya, Frey und Heimdall um nur einige zu nennen. Erst mit der Christianisierung wurden die Heiden zumeist von Geistlichen, aber auch von ihren Herrschenden mit Waffengewalt und Folter, die sich davon eine Vergrößerung ihrer Macht erhofften, zum Christentum (das eigentliche die Nächstenliebe Predigt) gezwungen. Bei den germanischen Stämmen gab es nicht wie bei den Christen feste Messen und Predigten. Man bat die Götter um ihre Gunst zwar auch zu bestimmten Festen, aber im Alltag nur nach Bedarf an. Der Glaube dieser Heiden war jedoch meist stark und fest. Man benannte nur allzu oft Orte und Neugeborene nach den Göttern.
Trotz der Christianisierung konnte der alte Glaube nie ganz vernichtet werden. Man findet ihn in alten Bräuchen wie das Verkleiden zum Karneval, das verbrennen des Julblockes zu Weihnachten und Festen wie Ostern, Fastnacht, Erntedankfest und Julfest / Weihnachten wieder. Oftmals wurden christliche Feste wie Ostern und Weihnachten auf das Datum von heidnischen Festen gelegt. In alten Kirchen sieht man oftmals christliche und heidnische Symbole nebeneinander, um die Heiden langsam aber stetig von ihrem alten Glauben abzubringen.
Die Nordmänner verehrten neben den Göttern noch andere Wesen, wie zum Beispiel Elfen oder kraftvolle Naturplätze. Das Ritual der Anbetung fand im Freien statt und wurde gelegentlich mit einem Festmahl und Opfergaben bedacht. In der Regel gab es keine heidnischen Tempel. Zumindest ist nur von einem in der Nähe von Uppsala (Schweden) berichtet. Gelegentlich wurden Tieropfer gebracht, wobei der Schlächter des Tieres, dieses an einem Pfosten vor dem Hause aufhing. Nur selten hingegen wurden Menschen geopfert, zumeist Verbrecher oder Sklaven.