ein platz für selbst geschriebenes egal ob gedicht oder geschichte - bitte nicht gemaustes aus dem netz
Versteigerung
Ein Diener in der roten Livree des Clubs tritt hinter dem roten Samtvorhang hervor und räuspert sich leise. „Meine Damen und Herren, herzlich willkommen zu unserer kleinen Versteigerung. Wenn Sie bitte ihre Plätze einnehmen wollen, wir beginnen in wenigen Minuten.“
Als alle sitzen und das leise Rascheln verstummt ist, wird das Licht im Saal gedämpft und Scheinwerferlicht erhellt die Bühne. Der Diener beginnt den ersten Sklaven anzupreisen. Er spricht von wohlerzogen, gebildet und formbar. Die ersten Gebote werden genannt, überboten und irgendwann erfolgt der Zuschlag. So geht das mehrere Male. Und dann ganz plötzlich ist mir als werden die Geräusche im Saal leiser, als rückten die Menschen weiter weg – dieses kleine Persönchen habe ich doch schon gesehen…
Sie trug beim Betreten des Clubs nur ein Cape und folgte ihrem Herrn völlig selbstverständlich an der zierlichen Kette die an ihrem breiten Halsband befestigt war. Ihre stolze, fast schon königlich zu nennende Haltung war der Gegenstand vieler Kommentare im Saal. Mit einer Anmut die nur lange Übung hervorbringt liess sie sich auf ein kaum wahrnehmbares Zeichen ihres Herren neben ihm zu Boden gleiten.
Ihr Herr unterhielt sich angeregt am Spieltisch und schien seine Sklavin vergessen zu haben. Irgendwann gab er ihr ein Zeichen auf welches hin sie aufstand und ihm in Richtung der Spielräume folgte.
Später stand sie am Pranger in der Haupthalle, Tränenspuren im Gesicht, die schönen grünen Katzenaugen geschwollen und gerötet, heftige Striemen am ganzen Körper. Derweil saß ihr Herr mit anderen Doms am Spieltisch, spielte und trank wohl auch zu viel – auch seine Augen waren verquollen und er hatte gelinde Artikulationsschwierigkeiten.
Lautes Jubeln vom Tisch der Spieler , offensichtlich war sie der Spieleinsatz ihres Herren gewesen, der Sieger nahm sie mit sich, von der stolzen Haltung war nicht mehr viel übriggeblieben aber sie ertrug sie Situation tapfer.
Und jetzt steht sie hier auf der Bühne …
17.05.2011 - 7:46 Uhr
Talisman
„Meine Damen und Herren, hier das letzte Exponat des heutigen Abends. Ein Luxusangebot, das sie sich nicht entgehen lassen sollten – Sie ist gut erzogen, willig und hat bis jetzt keine Kennzeichnung...“
Jetzt schaut sie mich an, ganz direkt, mit diesen wundervollen grünen Augen die schon an dem Abend im Club so dankbar geleuchtet haben als ich morgens um fünf ein Taxi rief und ihr half ihren sinnlos betrunkenen Herrn auf den Rücksitz zu bugsieren…
„… ich bitte um ihre Gebote!“
„Fünfhundert! “ höre ich mich sagen und registriere sowohl das erstaunte Raunen im Saal wie auch ihr Erstaunen als sie erkennt wer da auf sie bietet.
„Fünfhundert zum ersten, Fünfhundert zum Zweiten und Fünfhundert zum dritten – verkauft an die Dame im mitternachtsblauen Kleid!“
Ich bezahle und nehme die zierliche Kette aus der Hand des Auktionators in Empfang – dieselbe Kette an der ihr Herr sie in meinen Club führte. Sie schaut mich an mit diesem Blick der mir verrät, dass sie Angst vor mir hat, aber nicht will dass ich das merke. Warum nur haben Frauen vor anderen Frauen Angst?
Lächelnd entferne ich die Kette und ihr Halsband um es ihrem Besitzer zu reichen. „Ich glaube “ lasse ich ihn wissen „dieses benötige ich nicht. Meine Subs pflegen mir aus Liebe zu folgen – auch ohne Leine.“ Das Aufleuchten ihrer Augen zeigt mir dass ich richtig liege – sie folgt mir ohne sich auch nur ein einziges Mal nach ihrem ehemaligen Herren umzudrehen.
17.05.2011 - 7:47 Uhr
Lenamarie
Finde ich gut
Bösi wir haben extra für Dich auch eine Ecke in der SZ für Dich eingerichtet....da kannst Du auch Deine Geschichten reinsetzen
17.05.2011 - 10:31 Uhr
Talisman
echt! du bist ja süss ..... wenn ich das gefunden habe tu ich sie auch dorthin - ich verspreche es ..
17.05.2011 - 12:29 Uhr
Lenamarie
Für meine Bösi nur das beste
17.05.2011 - 19:46 Uhr
Talisman
ist eingestellt...
ich schreibe schon am nächsten ...
der vollmond scheint über die felder, der nebel schimmert wie silber, ich rieche frisches blut ein süßer duft der mir in die nase steigt er benebelt meine sinne und beteubt meine zunge so sehe ich den vollmond an und spüre nun das tir im mann, der mann nicht nur als mensch geborn das raubtier frei wird in meiner seele nun so steife ich durch ferne wälder wiesen und gebirge, im schein der nacht so seh ich eine frau an einer qelle baden, beißen will ich sie und mich an ihr laben, doch ist sie so schön das ich mich nicht regen kann sie schaut in meine bestien augen steht still da und zeigt keine furcht, langsahm schlender ich auf sie zu duch des vollmonds schein silbriges wasser sie streichelt mein fell und ich weiß sie kann ich nicht beißen, nicht befallen, nicht beflecken ihre aura mich zähmt und bändigt und ich sie begleite in ein neues
leben ich muss mich strecken musste gähnen ist alles nur ein traum gewesen?
die Einsamkeit so fahl so schlicht so dunkel sitz ich in ihr drauf epicht, nicht mehr allein zu sein wär ich doch lieber nur zu zwein, an einem warmen Körper mich schmiegen will drum sitz ich hier im dunkeln einsam still und schreibe diese Ferse nieder, ach und schaue auf meine fahlen kalten Hände nieder die die Einsamkeit empfängt mich wieder tag für tag bin ich allein und wär doch lieber nur zu zwein, niemand hier der mich sieht niemand hir der mein leid versteht niemand der Geborgenheit gibt und niemand der mir Bestätigung gibt, die schwarzen Klüfte auf dem Papier werden größer und länger doch sitz ich nur hier und trauere um das herz das ich einst besaß aus glas das nun in Scherben vor mir liegt wie der spiegel vor mir der einst die einshamkeit ein wenig vertreib, die kleine Kerze dort vor mir die licht und wärme mir noch gibt gleich ist sie niedergebrannt und die nie wieder entflammt ich schriebe diese lezten Zeilen und die flamme wird schon kleiner schwächer und ehrlich riech ich den rauch und bin umhüllt von Finsternis und Einsamkeit und liege hier so ganz allein schmiege ich mich an den kalten Stein und warte auf das ende meines seins
19.05.2011 - 20:55 Uhr
Talisman
Das Klick Klack von High Heels auf hartem Steinboden holt Stephan aus seinem Traum. Er knurrt unwillig, will noch ein bischen weiterträumen. Doch das aufreizende geräusch kommt näher. Jäh wird ihm die decke weggezogen, als er seine augen öffnet ist es stockdunkel um ihn. Seine hände kann er auch nicht bewegen. Ein adrenalinstoss jagt durch seinen körper und dann springt ihn die panik an. Er zerrt an dem was ihn da festhält und erreicht doch nichts. Als die erste panik abklingt hört er eine frauenstimme. Leise und beruhigend redet sie auf ihn ein – mit dem ergebnis das er sich entspannt, soweit das in dieser situation überhaupt möglich ist.
Kühle hände streichen über seinen körper, behutsam und abtastend gleiten sie von seinen schultern über die brust und den flachen bauch zu seiner morgenlatte. Er beisst die zähne zusammen und atmet tief durch aber nichts geschieht. Die hände wandern weiter über seinen linken oberschenkel, bis zu den füssen um auf der anderen seite wieder nach oben zu gehen. „nett, sehr nett.“ diese stimme! Verdammt! woher kennt er die? In seine grübeleien hinein ertönt ein leises lachen. Seine körperhaare stellen sich auf. Wieder das geräusch von hohen schuhen auf festem steinboden. „guten morgen meine liebe!“ zwitschert eine helle stimme „schaust du nach ob er unbeschädigt ist? Hier sind die armbänder und das halsband für ihn.“ Etwas kaltes, ledernes wird auf seinem bauch abgelegt.
Inzwischen hat er begriffen das er hier ein gefangener ist und beschlossen, vorerst brav mitzumachen. Nur bis sich eine gelegenheit zur flucht ergibt …
„wie schön“ wieder diese stimme die ihm so merkwürdig vertraut ist „dann wollen wir doch mal sehen wie sie ihm stehen.“. Was auch immer ihn festgehalten hat, wird entfernt, kräftige hände greifen nach ihm und stellen ihn auf die beine. Breite, weiche armbänder werden um seine handgelenke gelegt und fest verschlossen – er hört wie schlösser einrasten. Eine männerstimme sagt „die schlüssel mistress“, ein leises klimpern und ein kühles „danke“ folgen. Seine hände werden hinter dem rücken verbunden. Stephan spürt wie jemand an ihn herantritt, hände gleiten über seinen brustkorb zu seinem hals. Dann legen ihm diese hände ein halsband um, kontrollieren den sitz , überzeugen sich davon das es nicht zu eng ist. Wieder dieses geräusch mit dem ein schloss einrastet. Er hört sie murmeln „wundervoll“ und muss schlucken.
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