WWE: Wrestling findet nicht mehr statt
Vor kurzem wurde ein Journalist von einem Repräsentanten der WWE freundlich aber bestimmt darauf hingewiesen, dass die WWE keine Wrestling Promotion mehr sei, sondern viel mehr eine eierlegende Wollmilchsau der Entertainment Branche. Ein Filmstudio, verschiedene Print-Publikationen, eine Merchandise-Maschine. Und außerdem eine mit Superstars gespickte tourende Entertainment-Veranstaltungsserie. Keine Wrestlingshows, keine Wrestler. CAGEMATCH-Kolumnist Lupus Immortalis zerpflückte diese Argumentation, immerhin nennt sich die Liga ja World Wrestling Entertainment, bzw. sie nannte sich so.
Zu diesem Zeitpunkt wusste nämlich noch niemand, dass die Firma sich nun nicht mehr World Wrestling Entertainment nennt. Neuerdings wird nur noch von "WWE, Inc." gesprochen. Der volle Name soll in Zukunft nicht mehr erwähnt werden, weder im Fernsehen, noch auf DVDs oder Postern, auch nicht auf der Homepage der Liga. Dahinter steckt die Idee die Produkte der Organisation unter dem Entertainment-Banner besser vermarkten zu können als unter dem Wrestling-Banner.
Die WWE ist nicht die erste Firma, die aufgrund eines vermeindlichen Stigmas nur noch ihr Kürzel verwendet. So entschied vor einigen Jahren zum Beispiel die Fast-Food-Kette Kentucky Fried Chicken nur noch als KFC zu firmieren, um das Südstaaten-Stigma, das die bloße Erwähnung von Kentucky mit sich bringt, loszuwerden. Ob dies bei der WWE nun ähnlich gut funktioniert, bleibt abzuwarten.
Fakt ist jedoch, dass von Wrestling nun nicht mehr gesprochen wird. Dass diese Entscheidung ausgerechnet am WrestleMania Wochenende publik wird ist natürlich eine Ironie des Schicksals - und kein Aprilscherz.