WWE: Jericho denkt noch nicht an Rückkehr, Kommentare zur Rosterverjüngung
In einem Interview mit Pro Wrestling Illustrated sprach Chris Jericho kürzlich über seine Absichten einer möglichen Rückkehr zu World Wrestling Entertainment. "Soweit ich es heute weiß, habe ich keinerlei Pläne in naher Zukunft zurückzukommen". Ständig werde er von Fans danach gefragt, doch habe er bislang keinen Zeitpunkt für ein Comeback im Kopf und plane nicht soweit im Voraus. "Das heißt aber nicht, dass ich niemals zurückkehre".
Im Verlauf des Interviews geht Jericho unter anderem auch auf die aktuelle Rosterverjüngung der WWE ein. Es sei gut für die Promotion, viele große Leute auf einen Schlag zu verlieren, da sie nun gezwungen sei Dinge anders zu tun und sich nicht ständig zu wiederholen. Personen, die bislang im Schatten der großen Namen gestanden hätten, würden so ihre verdiente Chance bekommen. Die große Veränderung des Wrestlings in den letzten Jahren sei jedoch, dass heutzutage Wrestler mit sechs, sieben Jahren Erfahrung dort stehen, wo früher Männer mit 15, vielleicht 20 Jahren Pro Wrestling-Erfahrung standen. Eben diese Erfahrung würde immer weniger gefördert und aufgebaut, was in gewisser Weise sehr schade sei.
Das Alter sage jedoch nichts über die Qualität eines Wrestlers aus. "Manche sind mit 40 besser als mit 30, andere haben ihren Zenit bereits mit 25, 26, 27 Jahren überschritten." Man müsse deshalb ständig neue Trümpfe in der Hinterhand haben. Jemanden nur aufgrund eines großen Namens oben zu halten, sei dumm. Was zähle, sei die Fähigkeit zur Unterhaltung und die Qualität der geleisteten Arbeit. Niemand verdiene es 2010 an der Spitze zu stehen, nur weil er 1999 Erfolg hatte.
Zu einem möglichen Karriereende und dem damit verbundenen Abschied gab sich der ehemalige Y2J sehr offen. "Ich will keinen großen Abschied à la Ric Flair oder Shawn Michaels. Gut für jeden, der so etwas bekommt. Ich will es nicht." Er sei einer der schlechten Jungs, und schlechte Jungs seien Feiglinge. "Der Böse stirbt immer am Ende eines Films, und das war es dann. Man sieht sie einfach nie wieder, und genauso soll mir es auch passieren. Ich möchte, wie der Typ am Ende von 'Stirb langsam', vom Dach des Gebäudes stürzen und auf dem Weg nach unten 'Aaaah!' schreien. Und zum Schluss soll jeder denken 'Der Typ war ein Loser, zum Glück ist er tot'. Genau das stelle ich mir vor. Allerdings ohne den Teil mit dem Sterben."